Parkinson

Ca. 300.000 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland haben Morbus Parkinson. Wichtigster Bestandteil der erfolgreichen Therapie ist die medikamentöse Therapie. Gerade in den letzten Jahren hat sich Dank der Entwicklung neuer Medikamente ein großer therapeutischer Fortschritt in diesem Bereich ergeben.

Häufig aber werden zwei weitere wesentliche Eckpfeiler für eine erfolgreiche Behandlung der Parkinson´schen Erkrankung vernachlässigt:

Das regelmäßige Training der Patienten in der Krankengymnastik und Ergotherapie sowie eine gute psychosoziale Betreuung.

Dabei ist es nicht immer erforderlich, dass die Patienten regelmäßig ihren Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten aufsuchen und damit einen für sie oft beschwerlichen Weg auf sich nehmen. Mit einem gezielten Heimtrainingsprogramm können viele Bewegungsübungen in häuslicher Umgebung – am besten unter Einbeziehung der Angehörigen - durchgeführt werden.

Krankheiten, insbesondere chronische Krankheiten wie die Parkinson-Krankheit, sind für Patienten und Angehörige, aber auch für Ärzte, Physiotherapeuten und Pflegende, immer eine besondere Herausforderung. Sie können aber auch Anlass zu einer persönlichen Weiterentwicklung sein.  Die meisten Menschen werden irgendwann in Ihrem Leben hilflos und vielleicht auch handlungsunfähig sein. Daher ist es wichtig, in welcher Haltung man sich dazu stellt und wie man sein Schicksal annimmt. Gesundheit und Krankheit sind nie nur ein persönliches Schicksal, sondern immer auch ein gemeinschaftliches. Leiden von Einzelnen wirken sich immer auch im Zusammenleben aus. Daher kann es für Parkinson-Patienten hilfreich und sinnvoll sein, Selbsthilfegruppen wie die Deutsche Parkinson-Vereinigung aufzusuchen. Hier können Sie eigene Erfahrungen mit anderen austauschen und wertvolle Tipps einholen. Eine Solidarisierung in der Betroffenheit kann den Umgang mit dieser chronischen Krankheit oft erheblich erleichtern. Selbsthilfegruppen wie die Deutsche Parkinson-Vereinigung organisieren auch Informationsveranstaltungen, bieten spezielle Angehörigenberatungen sowie Gymnastikgruppen und Stressbewältigungskurse an und informieren evtl. auch über soziale Hilfsmöglichkeiten in einer regelmäßig erscheinenden Zeitschrift. Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen, die sogar von den Krankenkassen gefördert werden, hat inzwischen auch eine erhebliche sozialpolitische Bedeutung erlangt.

Cookie Policy
Sie verlassen jetzt die lundbeck.de Seite.