Alkoholabhängigkeit

  

An wen kann ich mich wenden? Wer kann mir helfen?

Der Hausarzt oder ein anderer Facharzt ist die beste Ansprechperson – egal, ob er in einer Praxis oder in einer Krankenhausambulanz tätig ist. Er unterstützt den Patienten, den individuell passenden Therapieweg zu finden und diesen langfristig zu gehen. Betroffene sollten sich nicht scheuen, ihren Arzt anzusprechen und offen zu reden: Ihr Arzt – egal, ob man vielleicht sogar privat Kontakt mit ihm hat – darf und wird nichts weitererzählen, denn er unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht.

Beratungsstellen haben neben dem Arzt auch ein offenes Ohr für Erkrankte und deren Angehörige und stellen somit eine sehr gute Anlaufstelle dar. Hierzu zählen Hilfsorganisationen und öffentliche Träger, bei denen man Gesprächspartner findet, die Fachkenntnisse haben, zuhören, Fragen beantworten und mögliche weitere Schritte aufzeigen können. Hier erfährt man auch, welche Selbsthilfegruppen es in der Nähe gibt – die Teilnahme ist meist kostenlos.

 

Wie finde ich Beratungsstellen in meiner Nähe?

Beratungseinrichtungen in Ihrer Nähe können Sie bei den folgenden Stellen telefonisch erfragen oder online finden:

  • Telefonseelsorge: 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222(kostenlos), www.telefonseelsorge.de
  • Sucht- und Drogen-Hotline: 01805 - 31 30 31 (kostenpflichtig 0,14 € / Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min.), www.sucht-und-drogen-hotline.de
  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: 02381 - 9015 - 0,www.dhs.de
  • Informationstelefon zur Suchtvorbeugung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): 0221 - 89 20 31, www.bzga.de

Ein umfangreiches Verzeichnis mit Suchtberatungsstellen – sortiert nach Postleitzahlen und Orten – finden Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

(BZgA) unter www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme

Geben Sie alternativ einfach Ihren Wohnort und „Suchtberatung“ in einer Internet-Suchmaschine ein.

 

Wie können Angehörige und Freunde helfen?

Einem Nahestehenden mit Alkoholproblem zu helfen, kann eine sehr schwierige Aufgabe sein, über die Sie mit Sicherheit schon eine Weile nachdenken. Bedenken Sie: Alkoholabhängigkeit ist eine schleichende Erkrankung, die mit der Zeit immer schlimmer wird. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser stehen die Chancen für eine langfristige Genesung.                       

Sprechen Sie Ihren Arzt bzgl. der besten Vorgehensweise an, er kann Sie unterstützen – insbesondere, wenn Ihr Angehöriger oder Freund trotz eines schweren Alkoholproblems eine Behandlung verweigert.

Es gibt verschiedene Wege, wie Sie helfen können. Auf www.alkohol-reduzieren.de finden Sie Informationen und Anregungen, was Sie tun können.

 

 

 

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