1915-1925

Die frühen Jahre

1915-1925

Am 14. August 1915 gründete Hans Lundbeck sein Unternehmen in Kopenhagen, Dänemark. Die erste Mitarbeiterin war eine junge Dame, die mehrjährige dänische Meisterin im Maschinenschreiben war. Später wurde sie seine Ehefrau und Begründerin der Lundbeck Foundation.

Das Unternehmen handelte neben dem Verleih von Staubsaugern mit allem Möglichen. Angefangen von Maschinen, Keksen, Konfekten und Süßstoff über Kino Ausrüstungen und Kameras bis hin zu Fotopapier und Alufolie.

Hans Lundbeck (1885-1943)

Grete Lundbeck (1900-1965)

Eduard Goldschmidt wurde 1924 angestellt und brachte seine Erfahrung aus der chemischen und pharmazeutischen Branche in das Unternehmen ein, ebenso auch eine Reihe von neuen Patenten für Arzneimittel wie zum Beispiel Zäpfchen oder Schmerzmittel. Kölnischwasser und Cremen wurden dem Portfolio hinzugefügt und das Unternehmen erwarb seine erste Kompressionsmaschine zur Tablettenherstellung.

Eduard Goldschmidt (1901-1950)

Wussten Sie schon

Opfer des Ersten Weltkrieges boten Neurologen eine unvergleichliche, wenn auch nicht gewollte, Möglichkeit zur Forschung. Durch die Beobachtung von physischen und psychologischen Funktionsstörungen, die durch die Kriegsverletzungen verursacht wurden, konnten Neurologen einzelne Bereiche des Zentralnervensystems mit spezifischen Fähigkeiten verknüpfen. 1917 beschrieb Julius Wagner Ritter von Jauregg die erste psychiatrische Behandlungsmöglichkeit, als er die Malariatherapie zur Behandlung der paralytischen Demenz entdeckte. 1920 konnte Otto Loewi mit seinem Experiment erstmalig beweisen, dass die neuronale Informations-Übermittlung als ein chemischer Prozess zu verstehen ist. 1922 begann man Schizophrenie Patienten mit der Somnifen-Dauerschlaftherapie zu behandeln. Dabei wurden den Patienten große Mengen an Somnifen (ein Barbiturat) verabreicht, was dazu führte, dass die Patienten für zwei bis drei Wochen den ganzen Tag schliefen.

Unsere eigenen Produktionsstätten

1926-1935

Während der ersten Jahre wurde das Geschäft als Handelsunternehmen betrieben, ab Mitte der 1920er Jahre wurden jedoch Arzneimittel aller Art der Produktpalette hinzugefügt.

1933 verkaufte Lundbeck chemische Produkte in Höhe von DKK 42.000, während andere Produkte im Portfolio immer unbedeutender wurden.

In den 1930er Jahren begann Lundbeck mit der eigenen Produktion und Verpackung von Arzneimitteln in Dänemark. Das wachsende Produktionsvolumen machte größere Räumlichkeiten und mehr Mitarbeiter notwendig. So begann Lundbecks stetiges Wachstum.

1927 zog Lundbeck in ein neueres und größeres Bürogebäude im Zentrum von Kopenhagen.

Wussten Sie schon

1929 führte Hans Berger den ersten Elektroenzephalographen (EEG) vor, ein Instrument zur Messung und Aufzeichnung der elektrischen Gehirnaktivitäten. Bergers Erfindung dient heutzutage routinemäßig zur Diagnose in der Neurologie und Psychiatrie ebenso wie zur Gehirnforschung im Allgemeinen. 1933 berichtete Manfred Sakel über seine ersten experimentellen Ergebnisse über die Wirksamkeit der Insulin-Koma-Therapie bei schizophrenen Patienten in Berlin. Entwickelt wurden somatische Behandlungen für Geisteskrankheiten, wie zum Beispiel die Elektroschocktherapie und Gehirnchirurgie. Diese Behandlungen basierten auf der Annahme eines biologischen Modells der psychischen Pathologie, wonach Geisteskrankheiten als Resultat eines biologischen Ungleichgewichts im Körper zu verstehen sind und mit körperlichen Krankheiten verglichen werden können. Während der 1930er Jahre entwickelte Wilder Penfield mit seinem Kollegen Herbert Jasper das Montreal Verfahren, mit dem Patienten mit schwerer Epilepsie, Nervenzellen in jenem Gehirnareal zerstört wurden, von wo die Krämpfe ausgingen. Vor der Operation stimulierte Penfield das Gehirn der Patienten mit Elektrosonden und beobachtete ihre Reaktionen, während sie bei Bewusstsein (unter lokaler Anästhesie) auf dem Operationstisch lagen. Auf diese Weise konnte Penfield die verantwortlichen Gehirnareale zuverlässiger orten und somit Nebeneffekte der Gehirnoperation reduzieren. Dieses Verfahren wird bis heute erfolgreich verwendet.

Das erste originale Produkt

1936-1945

1937 stellte Lundbeck seinen ersten wissenschaftlichen Mitarbeiter ein, den Pharmazeuten Olaf Hübner. Er brachte zusätzliche pharmazeutische Produkte mit und initiierte bei Lundbeck den frühen Dialog mit Ärzten.

Zusammen mit dem Biologie Institut von der Carlsberg Foundation, entwickelte Lundbeck 1937 das erste eigene Lundbeck Produkt, genannt Epicutan® zur Wundheilung. Der Erfolg von Epicutan® förderte Lundbecks internationale Ambitionen und schenkte so viel Zuversicht kontinuierlich neue Forschungsmöglichkeiten zu suchen – jene Antriebskräfte, die das Unternehmen bis heute charakterisieren. Um ausreichende Produktionskapazitäten zu gewährleisten, zog das Unternehmen 1939 in den Kopenhagener Vorort Valby, wo bis heute der Hauptsitz von Lundbeck liegt. Angeführt von Olaf Hübner, gründete Lundbeck seine ersten chemischen Forschungseinrichtungen, die alle notwendigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Lucosil®, ein Produkt für Harnwegsinfektionen, boten.

P.V. Petersen (1920-1988).

Fabrikanlagen, Ottiliavej 7, Valby, Denmark.

Hans Lundbeck starb 1943 und im gleichen Jahr wurde Poul Viggo Petersen angestellt, um Lundbecks Pharma Forschung aufzubauen. P.V. Petersen reiste 1946 nach Deutschland und brachte eine Substanz mit nach Hause, die Lundbeck zu dem starken Schmerzmittel Ketogan® weiterentwickelte, das in etwa doppelt so stark war wie Morphium. Die Umsätze von Ketogan® brachten Lundbeck eine weitere Phase des starken Wachstums, in der die internationalen Märkte wichtiger wurden als die lokalen.

Wussten Sie schon

1935 führte Egas Moniz, ein portugiesischer Neurologe, weltweit die erste Lobotomie durch. In den folgenden Jahren führten Walter Freeman und James W. Watts erste Lobotomien in den Vereinigten Staaten durch. Der Zweck der Lobotomie bestand darin, unkontrollierbar gewalttätige oder emotionale Patienten zu beruhigen, was zunächst als sehr erfolgreich galt. Abgesehen von einer Sterblichkeitsrate von 25 Prozent führten Lobotomien bei den Patienten dazu, dass sie ihre Impulse nicht kontrollieren konnten, sie ungewöhnlich ruhig wurden oder auch die völlige Absenz von Gefühlen zeigten. Mit der Einführung von Psychopharmaka ging die Anwendung dieses Verfahrens zurück. 1949 erhielt Egas Moniz den Nobelpreis für seine Arbeit. 1936 führten die italienischen Ärzte Ugo Cerletti und Lucio Bini die ersten Schocktherapien durch, bei denen Schizophrenie Patienten mit Stromschlägen behandelt wurden, und erzielten erfolgreiche Ergebnisse. Diese Art der Behandlung wurde bald weit verbreitet und wurde meistens in den Vereinigten Staaten und Europa angewandt. Trotz vorhergehender Missbrauchsfälle wird diese Behandlung bis heute mit großem Erfolg angewandt, allerdings mit erheblichen Verbesserungen. 1937 beschrieben H. Houston Merritt and Tracy J. Putnam ihre beachtlichen Ergebnisse bei der Verwendung von Phenytoin in der Behandlung von Epilepsie.

Die Intensivierung der neurowissenschaftlichen Forschung

1946-1955

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg intensivierte Lundbeck seine Forschung und legte damit den Grundstein für jene Medikamente, die später einmal Lundbeck weltberühmt machen würden.

In den Anfängen der 1950er Jahre zählte Lundbeck 180 Mitarbeiter.

Lundbeck beschäftigte einen eigenen Forscher im Bereich Mikrobiologie, Ladislaus Szabo, der dazu beitrug, die ersten Lundbeck Antibiotika, Tyrosolvin und Tyrosolvetter, Anfang der 1950er Jahre zu entwickeln. Lundbecks Antibiotika Portfolio brachte Lundbeck eine starke Position in den Vereinigten Staaten und anderen internationalen Märkten ein.

1954 gründete Grete Lundbeck, die Witwe des Gründers Hans Lundbeck, die Lundbeck Foundation. Diese hat zum Ziel den Betrieb und die Expansion von Lundbeck sicherzustellen sowie die finanzielle Unterstützung der Grundlagenforschung und die Bekämpfung von Krankheiten bereitzustellen. 1954 machte Lundbeck seine ersten Schritte in die Welt der psychiatrischen Therapien mit der Lizenz zum Verkauf von Lacumin®, das von dem deutschen Pharmaunternehmen Chemische Fabrik Promonta entwickelt wurde.

Bedauerlicherweise wurde Lacumin® niemals ein Verkaufshit, allerdings entfachte es das Interesse von Lundbeck an der Entwicklung von Medikamenten für die Behandlung von psychischen Erkrankungen.

1950 wurde Lundbeck zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt mit einem Aktienkapital von DKK 1 Million.

Wussten Sie schon

Walter Rudolf Hess, ein Schweizer Physiologe, gewann 1949 den Nobelpreis für die Zuordnung der Gehirnareale, die bei der Kontrolle der inneren Organe beteiligt sind. Hess verwendete Stimulationstechniken, die in den späten 1920er Jahren entwickelt wurden, um das Gehirn mit Elektroden an genau definierten Stellen zu stimulieren. Dadurch konnte er einzelnen Gehirnregionen bestimmte physiologische Reaktionen zuordnen. Durch die Stimulation des Hypothalamus konnte er Verhaltensweisen wie Aufregung oder Apathie herbeiführen, abhängig davon, welche Region stimuliert wurde. Außerdem präsentierte der australische Psychiater, J.F.J. Cade, das Psychopharmakon Lithium und gab den Startschuss für die Ära der Psychopharmakologie. Eine Reihe von erfolgreichen Neuroleptika wurde in den 1950er Jahren eingeführt, die zwar die Psychose nicht heilen aber deren Symptome kontrollieren konnten. 1952 wurde das in Frankreich entdeckte Chlorpromazin (allgemein bekannt als Thorazine) als eines der ersten Neuroleptika eingeführt.

Das erste Antipsychotikum

1956-1965

1959 brachte Lundbeck Truxal® auf den Markt, das eines der ersten Antipsychotika der Welt war und während der 1960er und 1970er Jahre das meistverkaufte Produkt von Lundbeck wurde - eine neue Ära der Antipsychotika bei Lundbeck begann.

Der Erfolg von Truxal® zur Behandlung von Schizophrenie machte zusätzliche Produktionskapazitäten notwendig. 1961 kaufte Lundbeck eine ehemalige Molkerei in Lumsås, Dänemark, und begann mit der Produktion des Wirkstoffs.

Arbeitende Männer am Gebäude in Lumsås.

Valby Standort – Haupteingang vor 1964.

In den frühen 1960er Jahren brachte Lundbeck das Antidepressivum Saroten® auf den Markt. Das markierte den Startpunkt von Lundbecks Interesse an Antidepressiva, was später zur Entdeckung von Citalopram und damit zur Entwicklung von Cipramil® führen sollte.

Wussten Sie schon

Imipramin war in den späten 1950er Jahren das erste trizyklische Antidepressivum, das entwickelt wurde. Beim ersten internationalen Kongress der Neuropharmakologie im September 1958 in Rom stellte Dr. Freyhan von der University of Pennsylvania als erster Kliniker die Effekte von Imipramin zur Diskussion. In dieser Studie wurde eine Gruppe von 46 Patienten untersucht, von denen die meisten die Diagnose „depressive Psychose“ erhalten hatten. Die Patienten wurden anhand von Symptomen wie depressive Apathie, Antriebslosigkeit sowie Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung für die Studie ausgewählt.

Globales Wachstum

1966-1975

Zwischen 1960 und 1970 verdoppelte sich die Zahl der Mitarbeiter auf 680, von denen etwa 100 im Ausland beschäftigt waren. Lundbeck war ein international tätiges Unternehmen geworden. Das Unternehmen eröffnete neue Büros in New York und Paris; 1972 wurde die Lundbeck Ltd., in Luton, Großbritannien, gegründet.

Olaf Hübner, mehr als 30 Jahre lang einer der führenden Kräfte in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Forschung und Entwicklung bei Lundbeck.

Olaf Hübner, einer der führenden Kräfte in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Forschung und Entwicklung bei Lundbeck, erweiterte seine Reiseaktivitäten in den 1960er Jahren. Nach einer Reise durch Kanada und die USA besuchte er Japan, um dort Beziehungen zu wissenschaftlichen Institutionen und anderen Pharmafirmen aufzubauen.

Aufgrund der etablierten Beziehungen in Japan durch Olaf Hübner und mit der Absicht die eigenen Lundbeck Produkte sowie neue Präparate durch Lizenznahmen zu fördern, eröffnete Lundbeck 1969 das erste japanische Büro in Tokio.

Das Unternehmen eröffnete neue Büros in New York und Paris; 1972 wurde die Lundbeck Ltd., in Luton, Großbritannien, gegründet.

1971 machte Lundbeck 80 % des Umsatzes im Ausland. Im folgenden Geschäftsjahr verdoppelte sich das Exportvolumen.

Wussten Sie schon

Während der 1970er Jahre erlaubte die Entwicklung von neuen Scan Technologien Ärzten und Wissenschaftlern plötzlich tiefere Einblicke in das menschliche Gehirn ohne Operationen am offenen Schädel. 1972 produzierte G. N. Hounsfield von EMI Limited, London, den ersten Prototypen einer “Computerized Axial Tomography” (CAT). Der U.S. amerikanische Arzt und Wissenschaftler, Raymond Damadian, erschuf die weltweit erste Maschine zur Magnetresonanztomographie (MRT), während er die analytischen Eigenschaften der Magnetresonanz erforschte. 1974 entwickelten M.E. Phelps, E.J. Hoffman und M.M. Ter Pogossian den ersten „Positronen-Emissions-Tomographie“ Scanner (PET). Eine Maschine, die Informationen über die Gehirnaktivitäten visualisiert. Ärzte verwenden PET Scans um den Blutkreislauf und den Sauerstoffverbrauch im Gehirn zu beobachten.

Konzentration auf den Bereich der Gehirnerkrankungen

1976-1985

Nach 60 Jahren des Wachstums und der Entwicklung, die auf einem breiten Produkt-Sortiment basierten, beschloss Lundbeck am Ende der 1970er Jahre seine bestehenden Geschäftsstellen und Kosmetik-Abteilungen aufzulösen und den Fokus auf die Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln zu legen.

Am Ende der 1980er Jahre bündelte Lundbeck seine Geschäftsstrategie nochmalig. Zukünftig würde Lundbeck seine Bestrebungen nur noch der Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Medikamenten zur Behandlung von Gehirnerkrankungen widmen.

In den 1980er Jahren begann sich Lundbeck auf den Bereich des ZNS (Zentralnervensystems) zu spezialisieren.

Cipramil® in 70 Ländern

1986-1995

Aufgrund des großen Erfolgs von Cipramil® expandierte Lundbeck in den 1990er Jahren sehr schnell. Cipramil® wurde in über 70 Ländern zur Behandlung von Depression und Angst zugelassen.

Klaus Bøgesø und das Team hinter der Entwicklung von Escitalopram.

Bis zum 75-jährigen Bestehen von Lundbeck im Jahre 1990 stieg der Umsatz auf 500 Millionen DKK und 8 Tochtergesellschaften wurden errichtet. Nun gab es 739 Mitarbeiter, von denen 189 in Übersee beschäftigt waren.

Das Molekül Escitalopram.

Wussten Sie schon

Zu Beginn der 1990er Jahre erklärte U.S. Präsident, George W. Bush, diese Dekade zum „Jahrzehnt des Gehirns“ und betonte damit die Wichtigkeit, die die Erkrankungen des Gehirns aus dem politischen Blickpunkt bekommen sollten. 1993 wurde das Gen identifiziert, das für die Huntington Erbkrankheit verantwortlich ist. 1994 erhielten Alfred G. Gilman und Martin Rodbell den Nobelpreis für die Entdeckung der Proteingruppe in menschlichen Zellen, genannt G-Protein gekoppelte Rezeptoren (GPCRs), und deren Rolle bei der Signalübertragung. Aufgrund ihrer physiologischen und pathophysiologischen Bedeutung wurden GPCRs zu einem sehr erfolgreichen Zielbereich in einem großen Teil der modernen Medikation. 1995 führten Dr. John R. Marler und seine Kollegen die erste effektive Intervention bei einem Schlaganfall vor.

Lundbecks Geschäft wächst mit Cipralex®

1996-2005

Um den stetigen Erfolg zu sichern, intensivierte Lundbeck seine Forschungstätigkeit und begann mit der Einlizenzierung von Medikamenten anderer Pharmaunternehmen. Das ermöglichte Lundbeck neue Medikamente auf den Markt zu bringen, sobald die Patente von anderen Medikamenten ausgelaufen waren.

Hans Lundbecks Unternehmen gelangte im Juni 1999 zu seiner vollen Größe, als dessen Aktien an der Kopenhagener Börse (KFX) notiert wurden. Der Börsengang eröffnete Lundbeck Zugang zu frischem Kapital für den Fall, dass es weitere Niederlassungen eröffnen wollte, wovon im Jahr 2000 bereits 30 existierten. Das Unternehmen wurde präsenter, die Verantwortung des Managements stieg, aber dafür gab es nun eine neue Möglichkeit Mitarbeiter mit Aktienanteilen zu belohnen. Cipralex®/Lexapro® wurden 2002 auf den Markt gebracht, in rund 100 Ländern weltweit verkauft und machten damit einen Großteil des Umsatzes von Lundbeck aus.

Lundbeck gründete 1997 das Lundbeck Institut, das medizinisches Personal weltweit schult, um die Belastungen durch Gehirnerkrankungen zu reduzieren.

Empfang am Tag des Börsengangs an der Kopenhagener Börse (KFX) im Jahre 1999.

2003 kaufte Lundbeck das in den USA ansässige Forschungsunternehmen Synaptic, um mit dieser Forschungseinrichtung einen Brückenschlag in die USA zu etablieren. Das Interesse am Erwerb weiterer Kenntnisse über die Gruppe der G-Protein gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) war einer der Gründe für den Kauf von Synaptic, das in diesem Bereich spezialisiert war.

Strategisches Wachstum

2006-2015

2008 trat Lundbeck einen neuen, strategischen Wachstumskurs an, der von einem hauptsächlich europäischen zu einem internationalen Unternehmen und zur Expansion in neue, internationale Märkte führte.

Ende 2013 hatte Lundbeck rund 6.000 Mitarbeiter in 57 Ländern.

2009 erwarb Lundbeck Ovation Pharmaceuticals Inc., wodurch es Lundbeck gelang eine eigene Handelsniederlassung in den USA zu etablieren, dem weltweit größten Markt für Pharmazeutika. Lundbeck erwarb auch Elaiapharm aus Frankreich und erhöhte somit seine Produktionskapazitäten. Sabril® wurde zur Behandlung von Epilepsie in den USA auf den Markt gebracht.

2013 wurde Abilify Maintena® zur Behandlung von Schizophrenie am U.S. amerikanischen Markt eingeführt.

2011 brachte Lundbeck Saphris®/Sycrest® zur Behandlung von Schizophrenie und Bipolarer Störung auf den Markt. Des weiteren eröffnete Lundbeck ein neues Forschungszentrum in China und traf ein historisches Abkommen mit dem japanischen Unternehmen, Otsuka Pharmaceutical, um innovative Arzneimittel für psychische Erkrankungen zu liefern. Mit der Markteinführung von Onfi® bekamen U.S. amerikanische Patienten, die am Lennox-Gastaut Syndrom litten, Zugang zu einer neuen Behandlungsmöglichkeit. 2013 unternahm Lundbeck seine ersten Schritte in einem gänzlich neuen Bereich und lancierte Selincro® in Europa zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit.

2014 wurde Brintellix® zur Behandlung von Depression am U.S. amerikanischen, in einigen europäischen und anderen internationalen Märkten eingeführt.

2014 erweiterte Lundbeck seine Marktpräsenz in den USA, indem es Chelsea Therapeutics und das Präparat Northera® zur Behandlung der symptomatischen neurogenen orthostatischen Hypotonie (NOH) kaufte. Es dauerte 75 Jahre bis Lundbeck die Marke von einer halben Milliarde Umsatz erreichte. In den folgenden 25 Jahren wuchs das Unternehmen um das 30-fache und erzielte einen Umsatz von ungefähr 13,5 Milliarden DKK – bis zu Lundbecks 100-jährigem Jubiläum im Jahre 2015.

Wussten Sie schon

2013 gewann Ernst Bamberg et al. den Wissenschaftspreis „Brain Prize“ der Grete Lundbeck European Brain Research Foundation für die Entdeckung und Weiterentwicklung der Optogenetik. Diese revolutionäre Technik erlaubt es, genetisch spezifizierte Neuronengruppen mittels Licht an- und auszuschalten. Das ermöglicht nicht nur die Eigenschaften von normalen und anormalen neuralen Schaltkreisen zu erklären sondern auch neue Ansätze zur Behandlung von Gehirnerkrankungen.

Produkt Meilensteine

Während des letzten Jahrhunderts hat sich Lundbeck in der Forschung, Entwicklung, Produktion, dem Marketing und Vertrieb von Arzneimitteln auf der ganzen Welt engagiert. Heute behandeln unsere Hauptprodukte Depression/Angst, Schizophrenie, Alkoholabhängigkeit, Bipolare Störung, Epilepsie, Chorea Huntington, Alzheimer, Parkinson und symptomatische neurogene orthostatische Hypotonie (NOH).

1937

Epicutan®

Lundbeck’s erstes originales Arzneimittel zur Wundheilung, wird auf den Markt gebracht.

1940

Lucosil®

zur Behandlung von Harnwegsinfektionen wird auf den Markt gebracht.

1952

Ketogan®

zur akuten Schmerzbehandlung wird auf den Markt gebracht.

1959

Truxal®

zur Behandlung von Schizophrenie wird auf den Markt gebracht.

1989

Cipramil®

zur Behandlung der Depression wird auf den Markt gebracht.

1996

Serdolect®

zur Behandlung von Schizophrenie wird auf den Markt gebracht.

2002

Cipralex®/Lexapro®

zur Behandlung von Depression & Angst werden auf den Markt gebracht.

2003

Azilect®

zur Behandlung von Parkinson wird auf den Markt gebracht.

Ebixa®

zur Behandlung von Alzheimer Demenz wird auf den Markt gebracht.

2008

Xenazine®

zur Behandlung von Chorea Huntington wird auf den Markt gebracht.

2009

Sabril®

zur Behandlung von Epilepsie wird auf den Markt gebracht.

2011

Saphris®/Sycrest®

zur Behandlung von Schizophrenie und manischen Phasen der Bipolaren Störung werden auf den Markt gebracht.

2012

Onfi®

zur Behandlung des Lennox-Gastaut Syndrom (Epilepsie) wird auf den Markt gebracht.

2013

Abilify Maintena®

zur Behandlung von Schizophrenie wird auf den Markt gebracht.

Selincro®

zur Behandlung von Alkoholkrankheit wird auf den Markt gebracht.

2014

Brintellix®

zur Behandlung von Depression wird auf den Markt gebracht.

Northera®

zur Behandlung der symptomatischen neurogenen orthostatischen Hypotonie (NOH) wird auf den Markt gebracht.

Cookie Policy
Mit diesem Link verlassen Sie unsere Website! Diese Websites besitzen eigene Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen und unterliegen möglicherweise anderen Standards/Vorschriften und Gesetzgebungen. Falls dies gewünscht ist, klicken Sie auf OK ansonsten auf Abbrechen, Danke.