Depressionen

Die Depression ist eine schwerwiegende Erkrankung, die mit Symptomen wie Schwermut, Verlust der Freude, mangelnder Energie, Konzentrationsstörungen und Suizidgedanken verbunden ist.

Melanie Baybut
Melanie Baybut aus Südafrika, Depression

Übersicht über die Depression
Die Depression ist eine häufige Erkrankung, die mit einem breiten Spektrum von seelischen und körperlichen Symptomen einhergeht. Diese Symptome können großen Einfluss auf den Alltag haben. Depressive Menschen haben häufig keine Kontrolle mehr über ihre Stimmung oder Gefühle und neigen dazu, sich fast ständig niedergeschlagen zu fühlen. Entsprechend können sie Schwierigkeiten haben, ihren beruflichen Verpflichtungen oder ihrem Studium nachzukommen und/oder ihr Familienleben und ihre sozialen Kontakte zu pflegen.1

Eine Depression kann jeden treffen, es gibt aber verschiedene soziale und biologische Faktoren, die das Risiko für diese Erkrankung erhöhen können. Darüber hinaus können bei einigen Menschen akute belastende Erfahrungen wie eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ein Verlust eine Depression auslösen.


Symptome
Die Depression äußert sich bei den Betroffenen auf unterschiedliche Art und Weise, ist aber mehr als einfache „Niedergeschlagenheit“ für kurze Zeit. Aufgrund von chemischen Veränderungen im Gehirn können Menschen mit Depression lange andauernde Gefühle von Traurigkeit, Angst, unerklärlichen Schmerzen und Beschwerden haben, schlecht schlafen und/oder an mangelndem Interesse und mangelnder Energie leiden. Diese Symptome können über Wochen, Monate oder Jahre andauern.

In ihrer schwersten Ausprägung kann eine Depression zu Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten führen.


Statistik
Depressionen werden weltweit bei Menschen aller Altersgruppen und jeden sozialen Hintergrunds sowohl bei Männern als auch bei Frauen beobachtet. Eine Depression tritt typischerweise zum ersten Mal im Alter von 20–25 Jahren auf.2

Die Prävalenzschätzer zeigen große Schwankungen, in den meisten Ländern erkranken jedoch 8–12 % der Menschen irgendwann in ihrem Leben an einer Depression.2

Die Weltgesundheitsorganisation führt die Depression derzeit als eine der am stärksten invalidisierenden Erkrankungen und eine schwere Depression wird in die gleiche Behinderungskategorie eingestuft wie eine Krebserkrankung im Endstadium.3 Die Depression ist die führende Krankheitslast in Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommen.3 Eine Studie ergab, dass bis zu 65 % der Menschen mit Depression ihre Erkrankung als schwer invalidisierend bewerteten.4 Dennoch blieben viele Menschen mit Depression unbehandelt.4


Diagnosestellung und Behandlung
Es ist sehr wichtig, dass Menschen mit den Symptomen einer Depression professionelle Hilfe erhalten.

Die Depression kann von einem Arzt festgestellt werden, der Fragen zu Symptomen, Alltagsleben und familiärem Hintergrund stellen wird. Möglicherweise nimmt der Arzt auch eine körperliche Untersuchung vor, um andere Erkrankungen auszuschließen. Nach Diagnosestellung wird in der Regel eine Kombination aus verschiedenen Behandlungsformen wie Medikamente, Beratung, soziale Unterstützung, körperliche Aktivität und Selbsthilfetechniken empfohlen.

Daneben ist auch die Unterstützung durch Freunde oder einen Angehörigen sehr wichtiger Bestandteil der allgemeinen Behandlung. Menschen, die der depressiven Person nahe stehen, können den Betroffenen ermutigen, Hilfe zu suchen und die eingeleiteten Maßnahmen dann positiv verstärken.


Quellen
1. American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, fourth edition, text revision, DSM-IV-TR. Washington, DC: 2000.

2. Andrade L, Caraveo-Anduaga JJ, Berglund P, et al. The epidemiology of major depressive episodes: Results from the International Consortium of Psychiatric Epidemiology (ICPE) Surveys. Int J Methods Psychiatr Res 2003; 12(1): 3–21. Erratum in: Int J Methods Psychiatr Res 2003; 12(3): 165.

3. World Health Organization. The Global Burden of Disease: 2004 Update. Available at www.who.int/healthinfo/global_burden_disease/2004_report_update/en/index.html  (accessed 6 September 2011).

4. Kessler R, Aguilar-Gaxiola S, Alonso J, et al. The global burden of mental disorders: An update from the WHO World Mental Health (WMH) Surveys. Epidemiol Psychiatr Soc 2009; 18(1): 23–33.

Cookie Policy
Mit diesem Link verlassen Sie unsere Website! Diese Websites besitzen eigene Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen und unterliegen möglicherweise anderen Standards/Vorschriften und Gesetzgebungen. Falls dies gewünscht ist, klicken Sie auf OK ansonsten auf Abbrechen, Danke.